Cascadia Windbreake

Warm, Trocken und Lang! Der Sommer (2018) wirkte fast endlos. Doch allmählich klopft der Winter an die Tür, die Blätter fallen, Temperaturen sinken und das Wetter wird unbeständiger. Gerade in der Übergangszeit stellt sich oft die Frage welche Ausrüstung man auf Wanderungen, Tages oder Wochenendausflügen alles mitnimmt. 

Am frühen Morgen sind die Temperaturen noch recht frisch, auf Mittag wird es teils richtig warm und abends kühlt es schnell wieder ab. Gerade wenn man sich bei so einem Wetter viel bewegt, schwitzt man, wenn die Jacke zu warm ist. Kommt dann noch kühler Wind dazu ist das Szenario Perfekt.

5.11 Tactical hat für solche Witterungsverhältnisse ein Jäckchen was laut Herstellerhomepage viel verspricht. Die Cascadia Windbreaker Jacke soll so ziemlich alles mit machen was man ihr draußen im Herbst oder Frühjahr abverlangt.  An dieser stelle sei noch erwähnt, dass es sich wie der Titel schon vermuten lässt um eine Jacke für die Mädels handelt. Eine Version für Männer ist auch verfügbar.

Doch wie schlug sich die Jacke im Gebrauch? Wird sie unseren Erwartungen gerecht und   hält sich auch dass was versprochen wird?  Die Antworten auf all diese Fragen erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag.

Cascadia Windbreaker: erste Eindrücke

Unter einer Windbreaker Jacke stellte Mann oder Frau sich meist die üblichen Verdächtigen vor. Etwas dickeres Material mit einem Reißverschluss, der sich nur im oberen Drittel befindet und dazu eine extrem große Tasche im Bauchbereich. Hält man die Cascadia Jacke das erste Mal in der Hand, fragt man sich in diesem Moment was das mit einer Windbreaker zu tun hat. Das Material ist dünn und leicht, denn die Jacke wiegt gerade mal ca. 280g. Sicherlich wird man jetzt erst mal skeptisch, aber zum einen darf man nicht vergessen, dass diese Jacke für die Übergangszeit gedacht ist und zum anderen, soll sie in jeder Tasche oder Rucksack Platz finden. 

Die Cascadia Windbreaker Jacke ist so leicht, dass man dachte ein leeres Paket bekommen zu haben. Dem war Gott sei Dank nicht so. Die Farbe „Plum (494)“ sieht in live ziemlich identisch wie auf der Homepage aus und ist gut mit anderen Farben wie Schwarz, Grau, Oliv oder Blau (Jeans) kombinierbar.

Die Verarbeitung der Jacke ist sehr gut, die Nähte sind gleichmäßig und sauber gearbeitet. Man findet keine unsauberen Abschlüsse, keine losen oder überstehenden Fäden. Die Reißverschlüsse laufen gut und schließen sauber ab. Einzig die ersten paar mal klemmt der Zweiwege- YKK Reißverschluss beim Einfädeln, was sich aber mit der Zeit bzw. nach einigen Verwendungen gibt.

Detailansicht Naht und Logo

Mit der Cascadia Windbreaker unterwegs   

Zugegebener maßen hatten wir es anfangs schwer dieses Jahr kühle und windige Tage zu finden um die Jacke zu testen. Das machte die Sachen nicht gerade einfacher. Nichts desto trotz war sie stets mit dabei. Nach einigen Tagen wurde die Jacke mein täglicher Begleiter in den frühen Morgenstunden auf den Weg zur Arbeit oder bei unserem täglichen Gassi Gang.

Bei etwas wärmeren Temperaturen (15C°-20°C) hatte ich auch bei intensiveren Bewegungen wie Berg auf Gehen, längeres Wandern mit Tasche ein angenehmes Tragegefühl. Dank den auf der Rückseite im Bereich des Nackens angebrachten Lüftungen kann ein Teil der entstandenen Feuchtigkeit und Wärme gut entweichen. Geschwitzt habe ich in der Jacke auch bei direkter Sonneneinstrahlung so gut wie nie. Auch wenn das Material der Jacke direkt auf der Haut (z.B. Arme) auflag.  Es sollte aber soweit klar sein, dass Wärme und das empfinden von „zu Warm“ von Person zu Person unterschiedlich ist. Hier gilt es also – einfach mal selbst versuchen 😉

Nun ist es soweit, die Tage werden kürzer, das Wetter ungemütlicher und die Temperaturen fallen. Ehe man sich versieht, war der Herbst auch schon da. Beste Voraussetzungen also um die 5.11 Tactical Cascadia Windbreaker noch mal in die Mangel zu nehmen.

In den frühen Morgenstunden an einem windigen, nebeligen Herbsttag konnte die Jacke nun endlich zeigen, ob sie dem Wetter für welches sie gemacht wurde, standhält. Um halb 7 in der Früh, bei Sieben Grad Celsius Außentemperatur und mit einem leichtem T -shirt und Cascadia Windbreaker ausgerüstet ging es los. Die ersten paar Minuten (ca.15min) hatten ich keinerlei Probleme. Feuchtigkeit blieb draußen und die Jacke ließ auch keinen Wind durch. Nach ungefähr 30 Minuten begann ich an den Armen und dem Rumpf leicht an zu frieren/auszukühlen, da das Material der Jacke ziemlich kalt war und dies auf die Bereiche, in welchen der Stoff direkten Kontakt zur Haut hatte übertrug. Doch ihre eigentliche Aufgabe mich vor dem Wind zu schützen erfüllte die Jacke überragend!

Das Wetter legte die Tage darauf noch einen Gang zu. Zwar wurde es nicht kälter, aber windiger und nasser.  Perfekt für einen kleinen Tagesausflug in die Wälder.  Dieses Mal jedoch, mit etwas dickeren Longsleeve unter der Jacke und einen Fleece Sweater im Rucksack als Sicherheit. Für unseren kleinen Tagesausflug verschlug es uns dann an die Fränkisch- Thüringische Grenze in Richtung des Frankenwaldes.

Was direkt zu Beginn der Wanderung auffiel, war das die Cascadia Windbreaker in freiem Gelände selbst mit starkem Wind keine Probleme hatte. Andere Jacken mit vergleichbar dünnem Material geben hier oft schon auf! Auch das anhaltende feuchte Wetter wurde nicht zum Problem. Die Jacke steckte Nebel, Nieselregen und anhaltenden leichten Regen ohne weiteres weg und sorgte dafür das ich trocken blieb. Genau hier zahlte sich auch die Kapuze der Jacke aus. Diese hat den Vorteil, dass ich als Frau die Kapuze auch mit Zopf, Dutt oder Mützen voll nutzen kann, da sie wirklich großzügig ausfällt. Findet man leider nicht allzu oft.  Um zu verhindern, dass Wind ungehindert in die Kapuze weht, kann diese über Zugschlaufen geschlossen werden. Solche Züge oder Zugschlaufen (Gummizüge, oder wie auch immer die genannt werden) befinden sich im Übrigen auch in den Taschen. So kann der Bund der Jacke geschlossen werden.

Kaputze und Cap

Die Beanspruchungen im Wald, wie Reibungen an Rinde, Stein sowie Dreck oder an Ästen hängen bleiben machen der Jacke nichts aus. Zumindest konnte ich keine Schäden feststellen.

Auf Abend wurde es allmählich richtig Kühl, so dass ich mich dazu entschloss die Fleece Jacke zusätzlich anzuziehen. Im Übrigen empfiehlt es sich die Jacke evtl. etwas größer zu nehmen um in solch einen Fall dennoch gute Bewegungsfreiheit zu haben.

Die Cascadia Windbreaker in Kombination mit einem Fleece Sweater(LINK) ist in meinen Augen auch eine perfekte Kombination. Das Fleece hält warm,die Cascadian schütz vor Regen und Wind. Dank des hohen Kragens, ist auch derHalsbereich gut geschützt. Platz für einen Schal wäre aber in jedem Fall.

Die Taschen welche man Innenseitig öffnen kann, sind wohl eher für Dienstkräfte gedacht um unauffällig an ihre verdeckte Waffe o.a. zu gelangen. Wenn man wie ich aber etwas mit Taschen darunter trägt, kann dieses Feature sehr nützlich sein. So hat man die Möglichkeit in die Taschen des unteren Kleidungsstückes zu gelangen ohne die Jacke öffnen zu müssen. Ich kann definitiv sagen, dass man dies öfter nutz als gedacht. Einzig das Schließen des Reißverschlusses sollte man nicht vergessen. Man möchte ja schließlich nichts verlieren.

Das Fazit

Die Cascadia Windbreaker hat mich auf voller Linie positiv überrascht. Mittlerweile trage ich die Jacke nicht nur bei Outdoor- Aktivitäten, sondern auch wenn man sich mit Freunden trifft oder auf den Weg zur Arbeit. Bei Intensiveren Aktivitäten schwitzt man nicht direkt. Wind blockt sie einfach ab und dank der Taschen hat man relativ viel Stauraum. Trotz all der Funktionalitäten bleibt der Schnitt dennoch Figurbetont. Da die Jacke im gepackten Zustand so klein ist, lässt sie sich überall verstauen und man ist somit immer gut vorbereitet, sollte das Wetter doch mal unerwartet umschwenken.

Ich kann hier also sagen, dass ich meine Jacke für kühlere Herbsttage und die Übergangszeit gefunden haben.

Das Motto von 5.11Tactical „ always be ready“ trifft mit derCascadia Windbreaker den Nagel absolut  auf den Kopf.

Zusammengefasst

  • Gut zu verstauen
  • sehr leicht (280g)
  • gute Verarbeitung
  • hält auch straken Wind ab
  • lässt sich bequem im Fahrzug tragen
  • große Kapuze
  • goßzügige taschen im Rumpf- und Brustbereich
  • hoher Kragen
  • figurbetonter Schnitt
  • auch bei Regen und sportlichen Aktivitäten einsetzbar
  • Material ;100% Polyester
  • Patch kann auf der rechten Seite angebracht werden.

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